Über mich – oder: Wie alles begann mit einer Liebe auf den ersten Blick
Manchmal passiert es ganz plötzlich. Man fährt irgendwohin – vielleicht ohne große Erwartungen – und steht dann da, sprachlos, bewegt, berührt von etwas, das sich nicht so leicht in Worte fassen lässt. So ging es mir bei meinem ersten Besuch an der Ostseeküste zwischen Rostock und Graal-Müritz. Ich kam als Besucherin – und fuhr als Verliebte wieder nach Hause.
Verliebt in das Licht.
In das weite, atmende Licht, das die Küste in eine ganz eigene Stimmung taucht – mal silbrig und still, mal goldfarben leuchtend, mal dramatisch mit dunklen Wolken über schäumendem Meer. Ein Licht, das Geschichten erzählt, ohne ein Wort zu sagen.
Verliebt in die Landschaft.
In diese besondere Verbindung von Meer, Bodden, Wald und Wiesen. In die sich ständig verändernden Farben, in den Wind, der durch die Dünen zieht, in die salzige Luft, die nach Freiheit schmeckt. Besonders die Küstenwälder auf Fischland-Darß-Zingst haben es mir angetan – mit ihren Windflüchtern, ihren knorrigen, gebeugten Bäumen, die wie Naturgedichte am Wegesrand stehen.
Verliebt in die Architektur.
In die reetgedeckten Häuser mit geschnitzten Türen, in die mondänen Bäderstilvillen mit ihren filigranen Balkonen, in die Backsteinpracht von Rostock und Stralsund. Hier steht so vieles still und erzählt zugleich von Jahrhunderten des Wandels, von Sturmfluten, Fischern, Händlern, Künstlern.
Verliebt in die Geschichte.
Denn sie liegt hier nicht nur in Museen oder alten Kirchen, sondern ist spürbar – in den Häfen, in den Alleen, in der Sprache der Menschen, im Zusammenklang von Altem und Neuem. Und sie macht demütig und dankbar, weil sie zeigt, wie sehr ein Ort Menschen prägen kann – und umgekehrt.
Verliebt in die Natur.
In die Kraniche, die wie ein fliegender Klang über das Land ziehen. In die Wildnis des Darßes, in die feinen Sandstrände, in die stillen Ecken, die einem nur gehören, wenn man früh genug aufsteht. In das Rauschen der Wellen, das mehr ist als ein Geräusch – es ist ein Rhythmus, der einen zur Ruhe bringt.
Mit ostseeliebe möchte ich meine Begeisterung teilen – für diese einzigartige Region, für ihre Schönheit, für ihre leisen Töne. Ich schreibe über Orte, die mich bewegen, über Menschen, denen ich begegne, über Gedanken, die am Meer geboren werden. Mal ganz praktisch, mal poetisch, mal historisch, mal persönlich.
Vielleicht findest du hier Inspiration für deine eigene Reise an die Ostsee – oder ein kleines Stück Heimat, wenn du sie schon liebst wie ich.